Das Vergessen der Lehrlingsbewegung

lautet der Titel eines kleinen aber sehr aktuellen Arbeitspapiers. Auf Initiative der Hans-Böckler-Stiftung untersucht die Kommission „Erinnerungskulturen der sozialen Demokratie“ von 2018 bis 2020, wie Gewerkschaften und andere Akteur*innen sozialer Demokratie sich ihrer Geschichte erinnern.

Im Mittelpunkt dieser lesenswerten Arbeit steht die Lehrlingsbewegung, die in den Jahren 1969 - 1972 agierte. Geprägt wurde sie „von dem jugendkulturellen Aufbruch“ und dem Demokratisierungsbegehren der Jahre um 1968. Die Bewegung „führte zu einer Politisierung und auch Radikalisierung in der Gewerkschaftsjugend“!

Haben wir das wirklich vergessen? Nein. Am 17./18. Oktober 2020 erinnert die Arbeitstagung der Arbeitnehmervertretung der Handwerkskammer Hamburg in Schleswig an diese Zeit, zumal mit der Störung der Freisprechungsfeier 1968 in Hamburg die Lehrlingsbewegung auch dort (endlich) sichtbar wurde.

Gerd Muschner

(Auf der Seite https://www.erinnerungskulturen.boeckler.de/forschung-14003.htm finden sich neben diesem Text noch weitere, die zur Gewerkschaftsgeschichte entstanden sind)

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https://www.erinnerungskulturen.boeckler.de/forschung-14003.htm

Auf dieser Website finden sich neben diesem Text noch weitere, die zur Gewerkschaftsgeschichte entstanden sind.

Downloads:

Knud Andresen: Das Vergessen der Lehrlingsbewegung. Zur Erinnerungsarbeit in Gewerkschaften

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